Welche Lösungen gibt es anstelle der bitteren Aufgabe des eigenen Lebenswerks wegen fehlender Nachfolge und helfender Mitarbeit?
von RA Stefan Musiol
„Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr – aber aufgeben auch nicht“
Der Inhaber eines mittelständischen Fleischverarbeitungsbetriebs öffnet frühmorgens alleine die Produktionsräume. Mit routinierter Eile bedient er die Maschinen, schiebt Metallwagen mit Zutaten zu den Mischern und fertige Produkte in den Gar- und Räucherofen. „Einmal bin ich hier am Boden aufgewacht, ich war einfach weg“, erzählt er.
Seit langem ist er vergeblich auf der Personalsuche, sowohl in der Produktion wie im Verkauf. Dabei postet er wie viele auch Angebote und Möglichkeiten in sozialen Medien, um junge Menschen zu einer Ausbildung zu bewegen, bietet weitaus überdurchschnittliche Vergütung. Aber auch dies blieb bisher erfolglos.
An der Qualität und damit an Handarbeit kann das am Ort in den eigenen Verkaufsfilialen sowie bei anderen Metzgereien im Umland geschätzte Unternehmen nicht sparen. Es würde sonst sein Alleinstellungsmerkmal verlieren und sich nicht mehr von den Produkten der Fleischindustrie in Supermärkten und Discountern unterscheiden.
Sobald viel persönliche Handarbeit gebraucht wird, wird es bei der Suche nach geeignetem Personalnachwuchs schwierig
– bei der Suche nach geeignetem unternehmerischem Nachwuchs noch viel enger.
– bei der Suche nach geeignetem unternehmerischem Nachwuchs noch viel enger.
Daher trifft dieses Problem auch Restaurants – und allen voran diejenigen mit hohem Qualitätsanspruch, meist in bester Lage, mit langer Tradition, daher bekannt und oft ausgebucht.
Von der Personalkrise betroffen sind also bei Weitem nicht nur die oft benannten Handwerksunternehmen.
Nicht nur sie haben mit einem anderen Problem zu kämpfen. So brauchen die mit viel Engagement und Liebe zum kreativ gestalteten Produktangebot von Familien aufgebauten Ladengeschäfte nicht nur angestelltes Personal, sondern auch eine entsprechende Nachfolge, wenn Gründerin und Gründer ins Rentenalter kommen und den anstrengenden täglichen Verkaufsbetrieb selbst nicht mehr stemmen können – den Betrieb nicht mit Aushilfen oder Kurzzeit-Angestellten fortführen.
Denn hier sind Produkte immer mit dem Menschen hinter dem Verkaufstresen verbunden. Wer dort einkauft, will persönlich, kompetent und mit Erfahrung beraten werden. Nicht nur die herausragenden Produkte, sondern gerade auch das Vertrauen in die Qualität über den menschlichen Kontakt entscheidet über den dauerhaften Erfolg. So wird das Geschäft zur Institution.
Eine Übernahme bedeutet daher eine längere Einarbeitung und Begleitung der Übernehmenden.
Klar ist: ein gut gehendes Geschäft darf nicht aufgegeben werden. Es gibt immer eine Lösung.
Doch wie sieht die ohne Wertverluste aus, wenn das Unternehmen niemand fortführen will?
Wenn Sie sich aus Ihrem Unternehmen zurückziehen wollen, sind vor allem der Erhalt und die weitere wirtschaftliche Nutzung Ihrer aufgebauten Werte das logische Interesse. Beides können Sie über eine rechtssicher geregelte Übertragung der Rechte am Unternehmen oder einer Lizenzierung in gleicher Weise erreichen.
Kommt eine alternative Lizenzierung in Betracht ist sie oft sogar der unkompliziertere und auf lange Sicht lukrativere Lösungsweg.
Mut haben, die Grenzen des eigenen Umfelds zu überschreiten…
Viele scheuen sich nachvollziehbar, auf der Suche nach Lösungen ihr Nachfolgeproblem wie alle Schwierigkeiten im Unternehmen öffentlich zu machen. Zu groß ist die Befürchtung, dass gerade dies mögliche Käufer abschrecken könnte. Denn wer will schon ein Geschäft übernehmen, das anscheinend niemand haben will?
Auf der anderen Seite könnten sich aus über ein ansprechendes Video in sozialen Medien und einem Bericht in der Lokalzeitung auch neue Kontakte ergeben.
Es kommt daher auf die Art der Kommunikation an, bei der Chancen und die Möglichkeit der Selbstverwirklichung in einem gesicherten geschäftlichen Umfeld herausgestellt wird.
In einigen Fällen hat dies zu einer Lösung über eine Unternehmensübernahme geführt.
… oder Mut haben, neu zu denken
Mit zunehmendem Alter denken die meisten nicht mehr an Expansion. Doch sie ist möglich und schafft neue Partnerschaften, die tatsächlich weniger Risiken bergen als jeder Unternehmensverkauf.
Und das muss keine hohe Investition bedeuten, die viele scheuen, Sie womöglich auch, wenn Sie sich in dieser Situation befinden oder diese schon absehen können. Insbesondere der Schritt in ein unbekanntes Online-Geschäft, Aufbau einer eigenen Logistik, erweiterter Kundenservice, und das ohne Kenntnis der Abläufe und Anforderungen erscheint nahezu unmöglich.
Ergänzung durch Partner dort, wo Sie sich zurückziehen wollen – beim Tagesgeschäft
– ohne dabei die Unternehmenswerte aufzugeben.
– ohne dabei die Unternehmenswerte aufzugeben.
Doch es gibt sichere Alternativen, das aufgebaute Geschäft ohne eigene Risiken zu erweitern und damit auch zu perpetuieren.
Warum findet man das Geschäft einer unscheinbaren Pizzeria in schlechtester Lage an in einer Durchgangsstraße an vielen Standorten in ganz Deutschland und zwischenzeitlich auch im europäischen Ausland?
Das bekannte Beispiel zeigt, dass ein aufgebautes Traditionsgeschäft ohne Qualitätseinbußen vervielfältigt werden kann, wenn man es richtig macht.
Und das „richtig“ bedeutet, das Knowhow mit allen Rohstoff-Bezugsquellen, Lieferantenverbindungen, Verarbeitungs-Knowhow, der Serviceerfahrung und natürlich nicht zuletzt der Unternehmensmarke und den Produktmarken wie in einem Paket zusammenzustellen und umfassend rechtlich abzusichern.
Dann können Sie es – natürlich vertraglich umfassend abgesichert – auch ohne Bedenken gegen jede Verwässerung, Verunglimpfung und das „Verscherbeln“ für Profit einem geeigneten, professionellen Partner überantworten und sich und der Familie dabei die aufgebauten Werte auch noch dauerhaft sichern.
Die Details der weiteren Vermarktung, das Risiko, Filialen selbst aufzubauen oder Franchisepartner zu finden, überlassen Sie dem darin erfahrenen Partnerunternehmen und können ohne weitere Verpflichtungen und Risiken zusehen, wie sich Ihre persönliche Idee fortentwickelt.
Dies geht nicht nur mit spezieller Gastronomie oder einem Ladengeschäft mit eigener Produktion und gutem Ruf mit Alleinstellungsmerkmal und bekannter Marke.
Auch ein kleineres mittelständisches Herstellerunternehmen kann so mit seinen Produkten bei einem größeren Geschäftspartner oder auch Konkurrenten als Einheit fortbestehen – als eigenständiger Geschäftsbereich oder Serie an Markenprodukten.
Für die daraus erzielten Umsätze zahlt das Partnerunternehmen Lizenzgebühren an den Produktentwickler, Ideengeber und Markeninhaber.
Unternehmer behalten Ihre Werte sicher geschützt und profitieren nicht nur einmalig sondern fortlaufend an der sich fortentwickelnden wirtschaftlichen Nutzung, während Sie das unternehmerische Risiko voll abgeben.
Ihre verbrieften Rechte sind eine sichere Rückfallgarante selbst in dem Fall, dass das Geschäft des Lizenzpartners scheitert.

Ist das nicht eher Theorie?
Wir haben das genannte Lizenzmodell mit kleineren und größeren Unternehmen umgesetzt.
Die Mandanten genießen dadurch einen ruhigen Lebensabend mit den Erträgen ihres erhaltenen Lebenswerks, das andere erfolgreich fortsetzen.
Im Fall eines in ein anderes Unternehmen eingegliedertes Geschäft läuft es mit getrennter Buchhaltung weiter und seine Umsätze als Grundlage der Lizenzgebühr sind so leicht nachvollziehbar und prüfbar.
Sehen Sie sich die ganz praktischen Erfahrungen an, um sich selbst ein Bild zu machen.
Sind wir für sowas nicht etwas zu klein?
Wer darauf hofft, ein Unternehmen verkaufen zu können, das eigene, nicht leicht nachzuahmende Produkte oder Dienste mit Alleinstellungsmerkmal anbietet oder über einen bekannten Standort ein beliebtes Handelsprogramm vermarktet, kann umso mehr darauf hoffen, ihn einfacher zu lizenzieren.
Denn das regelmäßige Haupthindernis beim Unternehmensverkauf, der für übernehmende Unternehmen oder Investoren zu finanzierende Kaufpreis, fällt weg:
Kein zähes Ringen um die anzuwendenden Berechnungsmethoden und Bewertungsregeln, kein Rechtsstreit wegen angeblich in der Due Diligence nicht offengelegter Mängel oder angeblich verschwiegener Probleme.
Das Geschäft läuft mit getrennter Buchhaltung weiter und seine Umsätze als Grundlage der Lizenzgebühr sind so leicht nachvollziehbar und prüfbar.
Illustrationen: KI-generierte Symbolbilder
